Unser Ort wird wachsen – aber mit Maß und Ziel. Wir möchten, dass sich Egmating weiterentwickelt, ohne seinen wunderschönen dörflichen Charakter zu verlieren. Dafür braucht es ein durchdachtes Konzept, das Fachwissen sowie die Perspektiven aller Egmatingerinnen und Egmatinger einbezieht.
Wir setzen uns für eine strategische Dorfentwicklung ein, die das gesamte Gemeindegebiet und seine Ortsteile berücksichtigt. Anstatt nur auf Entwicklungen zu reagieren und Einzelmaßnahmen durchzuführen, wollen wir ein sinnvolles Gesamtkonzept für die Zukunft der Gemeinde erarbeiten. Für die Planungsprozesse wollen wir verstärkt Fördermittel von Land und Bund nutzen und uns von erfahrenen Fachleuten begleiten lassen, beispielsweise vom Programm zur Dorferneuerung des Amtes für ländliche Entwicklung.
Insbesondere bei der Innenverdichtung muss der Gemeinderat die Möglichkeiten der Gestaltung bereits jetzt voll ausschöpfen und durch aktive Planung mithilfe von Bebauungsplänen lenken. Unter der jetzigen Bürgermeisterin gab es Anlaufversuche für ein Dorfentwicklungsprogramm, die jedoch wie so manch anderes Projekt im Sande verlaufen sind.
Uns ist wichtig, dass Dorfentwicklung kein Projekt für wenige ist. Entscheidungen sollen gemeinsam entstehen – transparent, nachvollziehbar und offen für Beteiligung. Der Gemeinderat muss deutlich machen, dass Politik vor Ort nicht im Stillen, sondern im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern geschieht. Wir wollen deshalb die Weiterentwicklung des Dorfentwicklungsplans mit öffentlichen Workshops begleiten, bei denen die Bürgerinnen und Bürger themenspezifisch teilnehmen können, zum Beispiel im Bereich Mobilität oder generationenübergreifendes Wohnen.
Ein kluger Entwicklungsplan berücksichtigt auch das örtliche Gewerbe. Wir wollen Anreize schaffen, damit sich vermehrt kleine Betriebe in Egmating ansiedeln und wachsen können. Insbesondere bei größeren Neubauten im Innenbereich wollen wir die Ansiedlung von Gewerbe fördern, um den Ortskern wieder mehr zu beleben. Regelmäßig sollen Treffen mit den interessierten Gewerbetreibenden vor Ort und dem Gemeinderat stattfinden, um die Bedürfnisse zu erfragen. Wenn möglich und gewünscht, wollen wir in Egmating einen Coworking-Space schaffen, in dem Selbstständige beispielsweise einen Büroarbeitsplatz mieten können.
Beim Thema Wohnen setzen wir auf soziale Verantwortung. Bauland soll bevorzugt und nach Möglichkeit ausschließlich an Egmatinger Bürgerinnen und Bürger vergeben werden, damit junge Menschen und Familien hier bleiben können. Um Bodenspekulation zu vermeiden und langfristige Gestaltungsmöglichkeiten zu sichern, sprechen wir uns für Erbpachtmodelle aus, wie sie von der Katholischen Kirche in Bayern praktiziert werden.
Unser Ziel ist ein kontinuierliches, ausgewogenes Wachstum. Nur so kann auch die dörfliche Struktur – von der Kinderbetreuung über die Gewerbeansiedlung bis zur Mobilität – Schritt halten und sich organisch weiterentwickeln.